Oderbruchbahnradweg

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It’s not the rumbling and the roaring „Wabash Cannonball“, it’s not the Train they call the „City of New Orleans“ and it’s not the „California Zephyr“ – The Union Pacific Queen. It’s just the f—ing ……“RB60″ am Rande des Oderbruch im verträumten märkischen Oderland.

Aber wer weiss, vielleicht wirst auch Du eines Tages besungen.

Ich stehe auf dem oberen Bahnsteig des Super Dooper Umsteigebahnhofs … Werbig. Weiter gehts nach Wriezen. Dort werde ich auf dem nördlichen Teil des „Oderbruchbahnradwegs“ bis Golzow unterwegs sein. Beim Warten (fast ne Stunde) ist es jedoch noch etwas frisch, so dass ich mich frage, was mache ich eigentlich hier? Was treibt mich am Ostersamstag um 05:00 Uhr aus den Federn, damit ich um 07:37 Uhr den „RB26“ in Lichtenberg Richtung Oder kriege? Achja, die Wettervorhersage. Sonnenschein und Temperaturen so um 15°.

Punkt 10:00 Uhr erreicht der Zug der NEB superpünktlich Wriezen. Sonne scheint, das Cockpit is fully loaded… also kann es los gehen.Am Ortsausgang überquert man erstmal einen der vielen Altarme der „Alten Oder“, bevor es dann links abgeht auf den „Oderbruchbahnradweg“ der jetzt hier beginnt, bzw. endet. Wenn man den Beschreibungen glaubt, fahre ich also am falschen Ende los. Stört mich aber nicht.

Das erste Stück läuft auf einer alten Bahntrasse. hier gehts schnurgerade hoch bis nach Bienenwerder an der Oder. So früh im Jahr sicherlich etwas langweilig. Aber nach 2,5 km zweigt rechts der eigentliche Oderbruchbahnradweg ab. Es geht teilweise auf kleinen Landstrassen durch die Ruhe des Oderbruchs; durch kleine Dörfer mit schön restaurierten Fachwerkhäusern. Nur DPD, Hermes und die Post brausen durch die Gegend.

Der Radweg ist gut ausgeschildert, sodass man den Abzweigungen ohne großes Kartenstudium folgen kann. Überall findet man die für diese Landschaftsform so typischen Kopfweiden. Der blaue Himmel lässt mich unweigerlich Tom Pettys „Into the great wide open, under the Skies are blue“ summen. Irgendwann trifft man dann bei Ortwig-Graben auf die Oder mit dem „Oder-Neisse-Radweg“. Hier gibts jetzt endlich auch mal eine Bank für eine kleine Pause. Mit herrlichem Blick über einen Totarm der Oder nach Polen.

Ab hier laufen die beiden Radwege bis Sydowswiese zusammen. Vorbei an Groß Neuendorf mit seinem „berühmten“ Turmcafe. Immer wieder gibt es Ausblicke über die vom Deich begrenzten Überflutungsflächen, die, solange es kein Hochwasser gibt, landwirtschaftlich genutzt werden. Bei Sydowswiese biegt der OBBRW wieder ab ins Innere des Oderbruchs. Und da ist er. Der Frühling. Kurz vor Golzow endlich ein paar blühende Sträucher.

Um 16:16 Uhr gehts mit dem „RB26“ wieder zurück nach Berlin. Bis auf die Tatsache, dass mein Falk Ibex bei der Trackaufzeichnung irgendwann seinen Dienst eingestellt hat (Der Akku war voll und ich habe das gerade eben erst beim betrachten des GPX-Tracks gesehen), war das ein schöner Beginn der Saison. Ich freue mich schon auf viele weitere Touren.

 

Samstag, 25.03.2016

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